Homöopathie

Die Homöopathie aktiviert und stärkt die körpereigenen Selbstheilungs- bzw. Selbstregulierungskräfte. Es werden pflanzliche, tierische und mineralische Substanzen

potenziert eingesetzt, die in entsprechender Dosierung (wie zum Beispiel Vergiftungen) beim gesunden Menschen ähnliche Symptome hervorrufen würden. So wird beispielsweise ein Schnupfen homöopathisch mit Allium cepa – die Küchenzwiebel – kuriert, wenn ähnliche Symptome auftreten, wie beim Zwiebelschneiden: die Nase läuft und die Augen sind gerötet und brennen.

Homoeopathie

Potenzierung

Eine wesentliche Grundlage der Homöopathie bildet die Herstellung der homöopathischen Arzneien, die durch Verreiben oder Verschütteln homöopathisch aufbereitet werden. Potenzieren, also homöopathisch aufbereiten heißt: eine Substanz wird z. B. mit Alkohol 1 zu 10 „verdünnt“ und nach besonderer Vorschrift kräftig geschüttelt. Diese „Verdünnung“ oder besser gesagt Potenzierung wird mit D1 bezeichnet. Nimmt man nun auch hier 1/10 und gibt 9/10 Alkohol dazu und wiederholt den Vorgang der Verschüttelung, spricht man von einer D2. Bei einer D30 wurde also dieser Vorgang 30 x wiederholt. Feste Stoffe, wie zum Beispiel Calcium carbonicum (Austernschale), werden im gleichen Verhältnis mit Milchzucker verrieben. D-Potenzen bedeuten 1 zu 10 C-Potenzen bedeuten 1 zu 100

Konstitutionsmittel

Unter Konstitution versteht man die Summe aller hervorstechenden körperlichen und seelischen Symptome, also das Einzigartige und Charakteristische eines Menschen: körperliche Symptome, seine Haltung, Größe, Statur, Haut- und Haarfarbe, Temperament, Gewohnheiten und Vorlieben, kurz: seine gesamte Persönlichkeit wird bei der Suche nach dem entsprechenden homöopathischen Mittels einbezogen. Gibt man ein Konstitutionsmittel, wird tief auf die Persönlichkeit eingegangen und von dort aus Heilung erzielt.

 

Nachfolgend einige Beispiele für Konstitutionsmittel:

Nux vomica – Brechnuss

Der typische Nux-vomica-Mensch ist in der Regel schlank bis mager, schnell, aktiv, nervös und reizbar. Verschlimmerung morgens, nach geistiger Anstrengung, in kalter Luft, nach dem Essen. Magendrücken 1-2 Sunden nach dem Essen. Verlangen nach Stimulanzien wie Kaffee, Alkohol und Tabak.

Pulsatilla – die Küchenschelle

Meist weiblich, das milde, sanfte und sensible Mädchen, welches leicht weint. Symptome wechseln schnell – wie das Aprilwetter. Fürchtet das Alleinsein, die Dunkelheit, Gespenster.

Sulfur - Schwefel

Magere, gebeugte Menschen mit schmutzig aussehender Hautfarbe und oft übel riechenden Körperausdünstungen. Oft lebhaft, nervös, schnell, vergesslich. Haare sind kräftig, Lippen besonders rot, Augenlider und Ohren gerötet. Sie brauchen im Winter keinen Mantel.